Antrag

Nachhaltige Städtepartnerschaften

 

Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Digitalisierung und internationale Zusammenarbeit am 08.09.2025 bitten wir um die Aufnahme des Tagesordnungspunktes

Nachhaltige Städtepartnerschaften und Netzwerke.

Die Verwaltung wird im Sinne der Agenda 2030 sowie einer expliziten und konkreten strategischen Ausrichtung aufgefordert, die Zusammenarbeit mit allen bestehenden Partnerkommunen unter Nachhaltigkeitsaspekten zu fördern und auszubauen sowie bei neuen Partnerschaften hierauf zu achten. Es soll bei zukünftigen Treffen mit den Partnerkommunen gemeinsam die Frage bewegt werden, was nachhaltige Entwicklungsziele in den jeweiligen Ländern/Städten bedeuten und welche (gemeinsamen) Handlungsmöglichkeiten es gibt. Weiterhin soll der Erfahrungsaustausch sowie neue Kontakte zwischen Bildungs- und Kultureinrichtungen, Handel und Nichtregierungsorganisationen ermöglicht werden. Neue Städtepartnerschaften sollen ausschließlich unter diesen strategischen Aspekten eingegangen werden: Es zählt die Qualität der Städtepartnerschaften und nicht die Quantität.

Begründung:

Die USA-Reise einer städtischen Delegation unter OB Jürgen Krogmann hat in unserer Stadt Wellen geschlagen. Bürger:innen fragen sich, auf welcher Grundlage und welchem Konzeptrahmen die Auswahl von Städtepartnerschaften getroffen wird; ganz abgesehen vom richtigen Zeitpunkt und der Angemessenheit. Lokales und persönliches Handeln in den Städten hat globale Konsequenzen. Städtepartnerschaften sensibilisieren für globale Herausforderungen, wie z.B. wachsende Armut, zunehmende Fremdenfeindlichkeit, den weltweiten Klimawandel, den Verbrauch der natürlichen Ressourcen, den Rückgang der Artenvielfalt. Gemeinsam können Städte sich der Bewältigung dieser Herausforderungen stellen. Neben den Kontakten auf der Verwaltungsebene sind es insbesondere die vielfältigen Begegnungen von Bürger:innen, die Städtepartnerschaften ihre prägende Gestalt geben. Hierzu erinnern wir u.a. an das Oldenburger 5-Eckpunkte Papier des Oberbürgermeisters vom März 2015, indem u.a. ausdrücklich die Mitgestaltung der Bürger:innen unserer Stadt gefordert wird. 

Oldenburg zählt zu den 141 Städten, Landkreisen und Gemeinden (Stand März 2020), die deutschlandweit die Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten” unterzeichnet haben. Die Stadt bekennt sich damit zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsziele – der sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals).