Beim Bürgerentscheid am Sonntag mit „Nein“ für den Baumschutz stimmen
“Die GRÜNEN Fraktion empfiehlt allen Wahlberechtigten am kommenden Sonntag beim Bürgerentscheid mit Nein zu stimmen, um die erst im vergangenen Sommer verabschiedete Baumschutzsatzung zu erhalten”, sagt GRÜNEN Fraktionssprecher Michael Wenzel.
Maik Niederstein, GRÜNEN Mitglied im Umweltausschuss, sieht die Baumschutzsatzung und die mit ihr verbundenen Ziele bislang bestätigt: „Natürlich ist es zu früh für eine abschließende Bilanz, aber die Tendenz ist sehr eindeutig und widerlegt die Unkenrufe über eine ausufernde Bürokratie: Über die Hälfte der Anträge werden in bis zu drei Tagen bearbeitet. Außerdem stehen, wie geplant und angekündigt, Investoren im Visier und nicht Privatpersonen. Widerlegt ist auch die Befürchtung, auf dem eigenen Grundstück keinen Baum fällen zu dürfen.“
Auf den meisten privaten Grundstücken in Oldenburg waren vor Verabschiedung der Baumschutzsatzung besonders große und alte Bäume nicht geschützt. Die allermeisten Menschen mögen Bäume und würden Bäume auf ihrem Grundstück nicht ohne guten Grund fällen. Doch gerade auswärtige Investoren haben beim Kauf eines Grundstücks oft erst einmal alle Bäume entfernt.
In Oldenburg werden jährlich 7,5 Hektar Fläche versiegelt, obwohl die Stadt 2035 klimaneutral sein möchte.
Die städtische Baumüberschirmung, also der Anteil der Bodenfläche, der von Baumkronen bedeckt ist,- liegt bei 15,9 Prozent. Zum Vergleich: Hamburg hat 23, Göttingen 22 und Osnabrück 19 Prozent. “Angesichts dieser Zahlen”, erklärt Maik Niederstein, “ist der Schutz der noch verbliebenen Bäume in Oldenburg dringlich und die Baumschutzsatzung, die über viele Jahre mit unterschiedlichen Beteiligungsformaten vorbereitet worden ist, eine gute Sache.”