Baumschutzsatzung wirkt wie beabsichtigt
„Genau deswegen haben wir die Baumschutzsatzung im Sommer verabschiedet“, freut sich Ruth Drügemöller, Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. Im Umweltausschuss am vergangenen Donnerstag hat die Stadtverwaltung eine erste Bilanz gezogen, nachdem die Baumschutzsatzung am 30.06.2025 mehrheitlich vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossen worden war. „Für 174 Bäume sind seitdem Anträge gestellt worden, diese zu fällen. 147 Baumfällungen sind dann von der Verwaltung genehmigt worden und 200 Bäume sind nachgepflanzt worden. Ohne die Satzung hätte es diese 200 Nachpflanzungen nicht gegeben“, hebt Ruth Drügemöller hervor.
60 Prozent der Anträge hat die Verwaltung innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeitet. 75 Beratungstermine sind seit dem 19.07.2025, dem Inkrafttreten der Satzung, mit der Verwaltung vereinbart worden. 95 Prozent davon für Privatleute. Bußgelder sind seitdem noch nicht verhängt worden. Ein paar Verfahren laufen, doch diese richten sich alle gegen Unternehmen.
Maik Niederstein, GRÜNEN Mitglied im Umweltausschuss, sieht die Baumschutzsatzung und die mit ihr verbundenen Ziele bislang bestätigt: „Natürlich ist es zu früh für eine abschließende Bilanz, aber die Tendenz ist sehr eindeutig und widerlegt die Unkenrufe über eine ausufernde Bürokratie. Außerdem stehen, wie geplant und angekündigt, Investoren im Visier und nicht Privatpersonen. Widerlegt ist auch die Befürchtung, auf dem eigenen Grundstück keinen Baum fällen zu dürfen.“