Blogeintrag

Bäderbetriebe: Wirtschaftspläne auf den Weg gebracht

Beitrag von Rita Schilling

Gründliche Analyse und gleichzeitig praktische kurzfristige Lösungen sind gefragt

Zu den Bäderbetrieben – Wirtschaftspläne für 2026 im Rat verabschiedet!

Wirtschaftspläne für den Bäderbetrieb Oldenburg (BBO) und die Bäderbetriebsgesellschaft (BBGO) wurden am 15.12.2025 beschlossen!

Die Erstellung dieser beiden Wirtschaftspläne stand unter einem besonderen Stern, denn das Jahr 2025 versetzte uns in Aufregung am Anfang des Jahres stand ein Korruptionsverdacht gegen den damaligen Geschäftsführer im Raum, die Staatsanwaltschaft ermittelte. Dieser Verdacht wurde leider bestätigt. Dieses Ereignis und viele bittere Erkenntnisse haben bei einigen Fraktionsmitgliedern durchaus schlaflose Nächte bewirkt.

Wir, alle Mitglieder der Gremien, mussten Lösungen suchen, sowohl im personellen Bereich als auch im technischen Bereich. Wir sind als Gesellschafter der BBGO und auch als Fachausschuss Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen, zuständig ist, stark gefordert sowohl in der Analyse als auch in der Frage nach praktischen kurzfristigen Lösungen für die einzelnen Bereiche der Bäderbetriebsgesellschaft. Dazu gehören sowohl das Olantis als auch das Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich. 

Wir konnten einen Interimsgeschäftsführer gewinnen, der mit seinen vielfältigen Erfahrungen in der „Schwimmbadbranche“ seit August fest an unserer Seite steht und sowohl mit der Aufarbeitung der bisherigen als auch mit den zukünftig notwendigen Maßnahmen gut ausgelastet ist. Als wichtige Aufgabe sei dabei genannt die qualitätssichernde Bestandsaufnahme des Flötenteichbades.

Großen Dank an Herrn Schmitt und dem ganzen jetzigen Team in der Bäderbetriebsgesellschaft für die Zuverlässigkeit in nicht einfachen Zeiten. 

Dem Vorbericht des Wirtschaftsplans ist ein ausführlicher Rückblick gewidmet. Das Jahr 2025 ist um einiges teurer geworden als geplant. Dringend notwendige Instandhaltungsarbeiten im Olantis waren nicht im Wirtschaftsplan 2025 enthalten. Dazu kommen Nachtrags- und Ergänzungskosten auf der Baustelle Flötenteichbad. Deshalb wurde der Wirtschaftsplan für 2025 im September angepasst. 

In der Ergebnisplanung für 2026 der BBGO wird von einem Fehlbetrag von 10.128.335 Euro ausgegangen. Dieses Defizit hat letztendlich die Stadt Oldenburg zu zahlen.

Beim Vermögensplan für den Bäderbetrieb wird von Investitionen in Höhe von 15.902.000 Euro ausgegangen. Der Eigenbetrieb der Stadt Oldenburg hat die wesentliche Aufgabe die wirtschaftliche Verwaltung des Anlagevermögens. 

Das Anlagevermögen wird komplett an die BBGO verpachtet zum Selbstkostenpreis. Finanzierung erfolgt im Wesentlichen durch Kreditaufnahme am Kreditmarkt.

Wie oben erwähnt: Im Investitionsplan sind insgesamt 15,9 Mio. Euro für das kommende Jahr eingeplant. 

Es gibt noch Unwägbarkeiten, resultierend aus dem bisherigen Erstellungsprozess des Flötenteichbads bspw. und deshalb ist möglicherweise eine Anpassung der Wirtschaftspläne im Laufe des Jahres aufgrund noch ungeklärter Fragen zur qualitativen Bauausführung zur Risikominimierung erforderlich.

Die geplante Eröffnung wird sich verzögern in das Jahr 2027. Das Jammern darüber nutzt nicht, am Ende sollte große Freude sein, weil ein wunderbares Sport- und Gesundheitsbad für die vielen Schülerinnen und Schüler, für die Vereine und den Freizeitsport als Daseinsvorsorge angeboten wird. Ein heller Stern wird leuchten am Flötenteichbad!

Die Konsequenzen aus den Vorgängen in den Bäderbetrieben können nicht daraus bestehen, das Dilemma auf zwei Personen zu reduzieren, die in enger Zusammenarbeit sich gegenseitig übervorteilt haben. 

Wir haben als Grüne Ratsfraktion mehrere Anfragen an den Oberbürgermeister gestellt bzw. Anträge an den AFB gestellt, um mehr Klarheit zu bekommen. Inzwischen liegt auch ein Sonderprüfungsbericht vor, der im nicht öffentlichen Ausschuss am 03.12.2025 erörtert wurde. 

Als Fraktion werden wir uns weiterhin intensiv mit der Entwicklung rund um die Bäder beschäftigen. Wir bleiben dran.